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„Welche Brustimplantate bieten ein langfristig sicheres und nachhaltiges Ergebnis?“
mybody.de, Januar 2014

Brustvergrösserung - Zur Qualität von Brustimplantaten

Die Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten gehört in Deutschland zu den beliebtesten plastisch-ästhetischen Eingriffen. Seit dem Skandal um minderwertige Silikonimplantate aus Frankreich Ende 2011 (PIP-Skandal) ist das Qualitätsbewusstsein der Patientinnen deutlich gewachsen. myBody© befragte Expertin Dr. med. Michaela Montanari zu den Merkmalen sicherer und hochwertiger Brustimplantate.

myBody: Sehr geehrte Frau Dr. Montanari, zuallererst: Haben Sie als erfahrene Ärztin seit dem PIP-Skandal eine Veränderung im „Konsumbewusstsein“ Ihrer Patientinnen feststellen können?

Dr. Montanari: Das kann ich in der Tat bestätigen. Die Veränderung macht sich dahingehend bemerkbar, als dass meine Patientinnen in Bezug auf die Wahl der Brustimplantate im Schnitt deutlich aufmerksamer geworden sind.

myBody: Wie macht sich die erhöhte Aufmerksamkeit Ihrer Patientinnen für Sie in der Berater- und Aufklärerposition bemerkbar?

Dr. Montanari: Im Grunde genommen werde ich vermehrt mit Fragen zur Herkunft, Qualität und Sicherheit der Implantate mit denen ich arbeite konfrontiert. Ich kann diese erhöhte Sensibilität nur begrüßen! Erfahrungsgemäß ist eine informierte Patientin eine zufriedene Patientin, nach dem Beratungsgespräch gleichermaßen wie nach der Behandlung.

myBody: Welche wichtigen Aspekte spielen für Sie als behandelnde Ärztin die größte Rolle bei der Implantatauswahl?

Dr. Montanari: Meine wichtigsten Beweggründe für oder gegen die Wahl eines Brustimplantats basieren auf zwei entscheidenden Implantateigenschaften: Qualität und Sicherheit. Daher verwende ich ausschließlich Implantate, welche umfassend auf Sicherheit und Belastbarkeit getestet worden sind, bevor sie auf den Markt kommen, z.B. von einem deutschen Hersteller. Denn nur so kann ich meine Patientinnen mit gutem Gewissen operieren und ihnen eine dauerhaft sichere Lösung anbieten.

myBody: Kann es grundsätzlich bei einem Eingriff mit Implantaten zu unerwünschten Reaktionen kommen? Und wie sehen diese aus?

Dr. Montanari: In der Regel verläuft eine Brustvergrößerung ohne größere Komplikationen. In den seltenen Fällen kommt es zu einer Implantatverschiebung, auch Rotation genannt. Implantate können sich entlang der Längs- oder Querachse verschieben, wodurch eine asymmetrische Optik entsteht. Auch die Kapselfibrose stellt eine mögliche Komplikation dar. Im Laufe des natürlichen Heilungsverlaufs kann sich eine Bindegewebskapsel um das Implantat bilden. Meistens bleibt diese Kapsel weich. Verdickt oder verhärtet sie sich jedoch, so kann es zu Schmerzen, einer Verlagerung des Implantates oder zu einer Verformung der Brust kommen.

myBody: Können derartige Komplikationen nicht vermieden werden?

Dr. Montanari: Absolut ausschließen kann man Komplikationen nie. Aber bei einer guten Vorbeugung spielt die Wahl des Implantats eine ausschlaggebende Rolle. Durch den Einsatz von modernen hochwertigen Implantaten mit texturierter (aufgerauter) Oberfläche oder Microthane®-Beschichtung lassen sich die genannten Komplikationen heute grundsätzlich vermeiden.

myBody: Manche befürchten auch heute noch ein "Ausbluten" des Brustkissens. Besteht das Risiko, dass Implantate der aktuellen Generation auslaufen?

Dr. Montanari: Die Gefahr ist sehr gering, da sie eine Füllung aus einem speziellen, nicht flüssigen Silikongel haben. Das Gel ist so dicht vernetzt, dass es nicht ausläuft, selbst wenn man das Implantat durchschneidet. Kein Arzt oder Hersteller kann jedoch völlige Komplikationsfreiheit garantieren. Denn wie der Organismus einer Frau auf den Fremdkörper Implantat reagiert, hängt von vielen unterschiedlichen und individuellen Faktoren ab, die sich weder vom behandelnden Arzt, noch vom Hersteller beeinflussen lassen.

myBody: Wie verhält es sich mit der Haltbarkeit von modernen Silikonimplantaten?

Dr. Montanari: Hochwertige moderne Qualitätsimplantate, die mit für die Langzeitimplantation zugelassenem Silikongel befüllt sind, können theoretisch ein Leben lang im Körper einer Frau verbleiben. Daher spielt selbstverständlich die Auswahl eines passenden und qualitativ hochwertigen Implantats auch in diesem Fall eine ausschlaggebende Rolle.

myBody: Und wie sieht es mit Brustkrebsvorsorge aus? Kann eine gründliche Untersuchung auch mit Silikonimplantaten gewährleistet werden?

Dr. Montanari: Da Silikonimplantate unterhalb des Brustgewebes oder sogar des Brustmuskels platziert werden, ist eine regelmäßige Vorsorge und somit auch die Krebs-Früherkennung weiterhin möglich.

myBody: Haben Sie vielen herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch, Frau Dr. Montanari!

Quelle: mybody.de, Januar 2014