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Artikel: Kleine Pölsterchen verschwinden
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„Kleine Pölsterchen verschwinden“
WAZ, 02.10.2013, Christina Heße

Fettabsaugen ist nichts für Übergewichtige. „Wer schon immer dick war, den muss ich wegschicken“, sagt die Bochumer Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Dr. Michaela Montanari. Sie behandelt Frauen und Männer mit „lokalen Fettpölsterchen, die durch Sport nicht weggehen“. Dabei wendet sie eine Methode an, die auf Vibration basiert. Um effektivere Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt sie ihren Patienten nach der OP ein Training mit Elektro-Stimulation bei Personal-Trainer Lars Gülland.

Über „fiese Reiterbeine“ klagte eine 29-Jährige Patientin, die lieber unerkannt bleiben möchte – klein, zierlich, lange braune Haare. Schon vor anderthalb Jahren lag sie bei Montanari auf dem OP-Tisch. „Es hat ein bisschen weh getan, aber ich würde es wieder machen“, sagt sie. Jetzt kommt sie noch einmal wöchentlich zum EMS-Training (Elektro-Myo Stimulationstraining).

Dazu muss sie Funktionskleidung, eine Weste und Manschetten mit Elektroden anziehen. Trainer Gülland verkabelt sie und steuert ihre verschiedenen Körperareale mit Stromimpulsen an. Ganz ohne Bewegung geht es aber nicht. Während des 20-minütigen Trainings gibt Gülland verschiedene Übungen vor. „Das ist ein Ergänzungstraining. Wer außerdem Ausdauersport macht, braucht nur einmal in der Woche zu kommen“, so der Trainer. „Ich mache nur das“, sagt die Kundin. Das EMS-Training kann man auch ohne Schönheits-Operation aufnehmen. Es könne etwa bei Rückenschmerzen helfen, so Gülland.

Die Kooperationsbehandlung, die nach eigenen Angaben so bisher einmalig ist, heißt Körperkontouring durch vibrationsassistierte Fettabsaugung und anschließende EMS-Behandlung. Für Beratung und Nachbehandlung kommen die Patienten in Montanaris Privatpraxis. Die Operationen führt die Ärztin in der Viktoria-Klinik ambulant oder stationär durch. Zunächst spritze sie eine Flüssigkeit in die angestrebten Bereiche, die betäubt und dafür sorgt, dass sich die Fettzellen entfernen lassen. Diese werden zum Platzen gebracht und mit Kanülen unter Vibration aus den Zellen gelöst.

Die Kosten für Operation und Nachbehandlung sowie den optionalen Krankenhausaufenthalt müssen Patienten selber zahlen. Falls Komplikationen auftreten, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Folgeschäden nicht. Neben den körperlichen Voraussetzungen für eine OP (kein Übergewicht, keine Grunderkrankungen, nicht stark rauchen) müssen auch die psychischen stimmen, so Montanari. „Die Leute haben ja ein Problem und häufig einen enormen Leidensdruck.“. Sie schaue genau, ob ihre Patienten nach der OP wirklich glücklicher sind oder oder vielleicht andere Ursachen eine Rolle spielen.

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Quelle: WAZ, 02.10.2013, Christina Heße