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Pressemitteilung: Plastische Chirurgin Dr. Michaela Montanari referierte in der Augenklinik Ahaus - Botox auch für Augenärzte ein Thema?

Ahaus. Die Bochumer Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie Dr. Michaela Montanari führte in einem theoretischen und praktischen Teil die Ärzte der Augenklinik Ahaus an das Thema Botulinum und Filler heran. In der Augenheilkunde kam der Wirkstoff Botulinumtoxin schon in den 1970er-Jahren für die Behandlung des Schielens zum Einsatz. Später hat es sich bei der Therapie von Lidkrämpfen (essentieller Blepharospasmus und Spasmus facialis) bewährt.

In den letzten Jahren hat sich das Medikament im ästhetischen Bereich bewährt. Heute kommt es im Augenbereich auch bei der Behandlung von Gesichtsfalten regelmäßig zum Einsatz. „Ich betrachte aber nicht nur die Falten als solche, sondern das Gesicht in seiner Gesamtheit“, erklärte Dr. Montanari der interessierten Ärzteschaft. „Dann zeige ich dem Patienten sinnvolle Lösungsmöglichkeiten auf.“

Für die Faltenbehandlung im Gesicht kommen inzwischen viele verschiedene Substanzen zum Einsatz. Während Botulinumtoxin A zur Behandlung mimischer Falten geeignet ist, benötigt man bei statischen Falten vernetzte Hyaluronsäure oder einen Filler auf Basis von Kalziumhydroxylapatit. „Die Vielzahl der Produkte erfordert allerdings regelmäßige und kritische Beschäftigung mit dem ständig wachsenden Angebot“, betonte Montanari in ihrem Vortrag. Die untere Gesichtsregion ist für fortgeschrittene Anwender geeignet. „Wichtig ist, dass der Patient sehr eindeutig äußert, was ihn persönlich stört. Nur dann können wir ihm nach einer ausführlichen Beratung eine passgenaue Behandlungsmethode anbieten.“

In der Bevölkerung findet das Thema immer größeres Interesse und die Nachfrage nach dieser schonenden Verjüngungskur steigt stetig. Die glättende Wirkung von Botox lässt nach ca. vier bis fünf Monaten und von Fillern nach ca. neun Monaten nach, so dass sich der Patient dann wieder neu für oder gegen eine Behandlung entscheiden kann.

Die sogenannten Filler kommen vorwiegend in der unteren Gesichtshälfte zum Einsatz. Montanari rät generell davon ab, Permanent-Filler zu verwenden. Die Komplikation dieser Stoffe ist teilweise bedenklich und muss oft chirurgisch behandelt werden.>

Nach der Theorie kam der praktische Teil des Workshops. Zwei weibliche und ein männlicher Patient im Alter von 30 bis 40 hatten sich für die Demonstration vor Publikum zur Verfügung gestellt. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass auch jüngere Patienten eine Behandlung wünschen“, erklärt Montanari. Den männlichen Probanden störte seine „Zornesfalte“. Er hat sehr lichtempfindliche Augen und kneift deshalb besonders beim Sport im Freien seine Augen zusammen. Dadurch hat sich schon in ganz jungen Jahren eine ausgeprägte Falte über der Nasenwurzel herausgebildet. Mit Einsatz von Botulinum werden die dafür verantwortlichen Muskeln entspannt und die Falte glättet sich. „Ich lasse das nicht zum ersten Mal machen und bin sehr glücklich, dass es diese Möglichkeit für mich gibt“, erklärte der Patient den interessierten Augenärzten.

„Auch bei uns wurde mit einigen Mythen rund um das Thema Botulinum aufgeräumt“, erklärte Dr. Ralf Gerl, Ärztlicher Direktor der Augenklinik Ahaus, am Ende der Veranstaltung. „Für unsere Augenärzte war diese Fortbildung eine sehr anschauliche Gelegenheit, über den Tellerrand der klassischen Augenheilkunde hinauszuschauen.“

Quelle: Augenklinik Ahaus, 15.03.2012